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SG Athletico Büdelsdorf
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Oliver Stief

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Registriert: 29.10.2006
Beiträge: 143

03.01.2016 - 10:06: Mit dem Tourenrad über die Alpen - Mitreisende willkommen! | Zitieren Zitieren

Liebe Radsportfreunde!

Statt des üblichen Rennrad-Trainings auf Malle ging es in den letzten Jahren - gemeinsam mit weiteren Radverrückten - mit dem Treckingrad einschließlich Gepäck über die Alpen. Das Reizvolle daran: Wir buchten nur die erste und letzte Übernachtung und legten Streckenführung und Ziele angepasst an die vorherrschenden Bedingungen und jeweiligen Zielsetzungen vor Ort fest. Mit unseren Randonneuren (so nennt man Reisefahrräder auch) waren wir dabei deutlich flexibler, als mit dem Rennrad, weil wir nicht an überfüllte Straßen gebunden waren.

Wie kann man sich so eine Radtour im Tagesablauf vorstellen? Ich stelle euch mal einige Beispiele aus unserem Tour-Protokoll des letzten Jahres zur Verfügung:

Beispiel 1:

"Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Morgens hat es noch geregnet; zudem hatte ich einen Platten am Hinterrad, der beseitigt werden musste.

Wir sind erst gegen 12:00 Uhr los gekommen. Und da die Orte an der Nordspitze des Gardasees von Gebirgen eingeschlossen sind, überlegten wir uns, wie wir am Besten wegkommen. Nach angeregtem Austausch über das, was nicht geht (J.) und mögliche Routen direkt am Wasser (ich), entschieden wir uns für die mögliche Route (grins). - Das war die bisher beste Entscheidung des Urlaubes. Wir erwischten eine Mountainbike-Route, direkt in den Fels geschlagen, am Wasser entlang mit spektakulären Ausblicken auf den See und seine Ortschaften. Der Wahnsinn! .

In unserer Euphorie wurden phasenweise allerdings auch die Sinne von den Glückshormonen getrübt. Irgendwann sind wir etwas über das Ziel hinaus geschossen und etwas zu weit in die Berge hinein gefahren. Höllische Steigungen zwangen uns zur Umkehr.

Den uns entgegenkommenden, beim Anblick unserer schwer beladenen Räder verwirrt drein blickenden und schnaufenden Mountainbikern riefen wir zu, dass wir uns von der Route etwas anspruchsvolleres versprochen haben.

Nach einer Pause ging 's es - wieder auf dem richtigen Kurs - auf Mountainbike-Trails zu einem oberhalb des Garda gelegenen See (Lago di Ledro). - Wunderschöne Strecke am Gebirgsbach entlang!

Schließlich erreichte uns der für den Nachmittag angekündigte Gewitter-Regen. Immer wiederkehrende kleine Gewitterschauer waren auf dem Regenradar zu erkennen. Deshalb entschieden wir uns zur Einkehr in einem Hotel am. See.

Die Bilanz des Tages: Knapp 35 Kilometer, die mächtig Eindruck hinterlassen haben. Morgen geht es wieder auf Strecke..."

Beispiel 2:

"Gestern haben wir über 10 Stunden reine Fahrzeit im Sattel verbracht; dabei 138 Kilometer zurückgelegt. Zwei oder drei Passstrassen haben wir genommen (so genau können wir das nicht mehr sagen, es ging ständig bergauf). Einmal sind wir auf rund 1700 Meter und einmal auf rund 1900 Meter hoch. Das bedeutet - schwer beladen, wie wir sind - mit Tempo 6 bis 8 km/h jeweils zwei Stunden permanent unter Belastung die Pedale treten. Anschließend im Sturzflug wieder ins Tal. - Aua! Aber sehr genialer Tag."

Beispiel 3:

"Gestern sind wir in Ponte di Legno (einem Dorf mitten in den höchsten Bergen) gestartet.

Tags zuvor kamen wir schlotternd vor Kälte spät Abends an und haben dort in einer Unterkunft übernachtet, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. - Alles auf dem aktuellen Stand der Technik (der 60er/70er und seit dem nicht mehr renoviert worden).

Zurück zu gestern. Einrollen gab 's nicht. Es ging direkt in den 17 Kilometer langen Anstieg des Passo Gavia. Dabei galt es rund 1400 Höhenmeter auf engsten Straßen und mit Abschnitten von 14 % Steigung zu überwinden. Wir haben drei Stunden dafür benötigt. Oben angekommen stärkten wir uns, zogen dicke Kleidung an und rauschten über 20 Kilometer bergab in Richtung Bormio.

Und weil die Zeit langsam knapp wurde, machten wir uns - dort angekommen - direkt an den Anstieg des Passo Stelvio (2760 m. ü. NN). Start für diesen Ritt war um 15 Uhr. Ankunft am Gipfel um 18:30 Uhr. War eigentlich keine große Sache mehr. Der 22 Kilometer lange Anstieg mit 44 Spitzkehren war eher eine reine Kopfsache (grins).

Belohnt wurden wir am Ende des Tages mit einer gut 50 Kilometer langen Abfahrt zum "Gschtirnerhof" (wo wir das Auto geparkt haben.

Gegen 21:30 (und 9 1/2 Stunden im Sattel war dann dieser Tag auf dem Rad vorbei)."

Also... Diese Protokolle geben recht gut wieder, was uns/euch erwartet. Ruhige, langsame Radwander-Abschnitte gespickt mit teilweise recht anspruchsvollen - aber langsam und gemeinsam gefahrenen - Anstiegen. Wir sitzen oft sehr lange im Sattel - weil's einfach Spaß macht und gut leistbar ist. Wir machen ausgiebige Pausen und leben in den Tag hinein.

Das Bankkonto wird dabei kaum in Mitleidenschaft gezogen: Übernachtungskosten im teuersten Fall 45 €/Nacht, meist deutlich weniger. Verpflegung tagsüber vom Kaufmann, abends Essen gehen oder selbst Zusammengestelltes.

Zeitfenster:

Hinfahrt mit dem Auto 18.06.2016
Erster Radtag 19.06.2016 - morgendliche Abfahrt meist in Ruhe gegen 9:30 Uhr
Rückfahrt mit dem Auto 24. oder 25.06.2016

Tour:

Steht noch nicht ganz fest. Wird wieder eine Rundtour sein. Auf dem Plan: Timmelsjoch, Jaufenpass, Groß Glöckner-Pass - irgendwas in der Art.

Gruppengröße: 2 bis maximal 6 (sonst wird's evtl. mit den Zimmern knapp).

Interessierte melden sich hier im Forum oder direkt bei mir.

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Oliver Stief

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24.01.2016 - 07:14: RE: Mit dem Tourenrad über die Alpen - Mitreisende willkommen! | Zitieren Zitieren

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