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SG Athletico Büdelsdorf
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Oliver Stief

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Registriert: 29.10.2006
Beiträge: 149

27.07.2014 - 13:53: WAKENITZMAN | Zitieren Zitieren

Sehr genial! Ohne Schwimmhilfe (Neo) dazu noch verdammt anstrengend!

http://www.trisport-luebeck.de /wakenitzman_strecke.ph

Keine Ahnung, wie ich den Körper bis kommenden Sonntag wieder halbwegs fit bekommen soll; das war 's aber wert.

Mehr dazu (vielleicht), wenn ich wieder einigermaßen geradeaus gehen und sehen kann.">

Das Machen m8's!

(Editiert am: 31.07.2014 11:22 von thomas s.)
 
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Oliver Stief

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Beiträge: 149

27.07.2014 - 13:55: WAKENITZMAN | Zitieren Zitieren

http://www.trisport-luebeck.de /wakenitzman_strecke.php

Das Machen m8's!

(Editiert am: 31.07.2014 11:23 von thomas s.)
 
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Lan G. Weiler

Registriert: 11.10.2013
Beiträge: 35

28.07.2014 - 06:38: WAKENITZMAN | Zitieren Zitieren

Resultat ...

http://www.trisport-luebeck.de /wakenitzman/pdf/2014/Wakenitz Man2014_Ergebnisse_Einzelstart er_M.pdf

(Editiert am: 31.07.2014 11:23 von thomas s.)
 
Oliver Stief

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Registriert: 29.10.2006
Beiträge: 149

28.07.2014 - 19:48: WAKENITZMAN | Zitieren Zitieren

Um eventuellen Kritiken den Wind aus den Segeln zu nehmen... Die Neo-Schwimmer mussten die selbe Distanz zurücklegen. Somit war der Wettkampf für diese sicher nicht weniger anstrengend.

Mit "Du bist ein WAKENITZMAN" werden die Teilnehmer traditionell am letzten Juli-Wochenende bei Schleswig-Holsteins wohl außergewöhnlichstem Langstrecken-Schwimmspektakel im Ziel begrüßt. In meinem Fall kam der erlösende Satz nach knapp unter fünf Stunden. Wie es dazu kam und natürlich einige Impressionen im Folgenden.

Hobbyathleten (wie ich) profitieren in der Regel erheblich von der Verwendung eines Neopren-Anzuges - insbesondere auf langen Distanzen. Die Auswirkungen sind beträchtlich: Die Wasserlage verbessert sich, die Geschwindigkeit steigt - und der Leidensweg gegen Ende (bei mir ließen die Kräfte nach ca. drei Stunden allmählich nach) verkürzt sich erheblich, weil man schneller im Ziel ist.

Aber das war nicht MEIN Ziel! Das warme Wasser (23,5 Grad in Rothenhusen, in Lübeck waren es sogar 26,5 Grad), die bessere Schulterfreiheit und der Drang, die 14 Kilometer ohne Hilfsmittel zu bewältigen, waren die wesentlichen Faktoren für den Verzicht auf die Schwimmhilfe. Einzig der Faktor "Körperwärmeverlust&quo t; verursachte kleine Bedenken. Noch nie war ich eine derart lange Strecke geschwommen. Eine junge Frau im Startbereich - sie hatte ebenfalls nur einen Badeanzug an - reagierte folgendermaßen: "Wenn dir kalt wird, musst du einfach schneller schwimmen."

Die Anmeldung der 19. Auflage wurde traditionell in den ersten Januartagen freigeschaltet und war bereits nach 16 Minuten ausgebucht. Ich fand mich schließlich auf Platz sechs der Warteliste wieder. - Bei den persönlichen Angaben wurde nach der Zielzeit gefragt. Tja, wie ermittelt man diese? Ironman-Schwimmzeit mal drei, 'nen Kräfteschwund-Puffer sowie erwartete Strömung mit einbezogen. Das sollte ungefähr passen... und stellte sich als großer Irrtum heraus.

Am Sonntag, dem 20.07.2014, absolvierte ich zusammen mit einigen Tri-Athleticos die letzte lange Trainingseinheit auf dem Rad. Wir unterhielten uns über das Tapern vor dem OSTSEEMAN und waren uns einig, dass eine ausgiebige Ruhephase in der Vor-Wettkampfwoche dem Körper die dringend benötigten Energiereserven zurück gibt. Anspruchsvolle Trainingsspitzen oder Testwettkämpfe zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit gilt es in dieser Phase tunlichst zu vermeiden.

Gesagt getan! Das klappte soweit auch ganz gut. - Bis dann am Freitag der Anruf von Bernd Broska, dem Organisator des WAKENITZMAN, kam. Kurzfristig hatte eine Staffel abgesagt, und er telefonierte jetzt die Warteliste ab, um einen Schwimmer als Nachrücker zu gewinnen. Schon klasse, dieses Engagement; die Leute hatten bezahlt und wenn sie nun absagten... Deren Pech! Der Platz war aber nunmal frei und Bernd hatte bereits alles um die Staffel herum organisiert. Ich brauchte mich um nichts mehr zu kümmern, Boot und Begleitpaddler - "Schutzengel" - wurden vom Ausrichter zur Verfügung gestellt

Und der OSTSEEMAN? Egal, das ist noch lange hin; und irgendwie werde ich

(Editiert am: 31.07.2014 11:24 von thomas s.)
 
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Oliver Stief

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Registriert: 29.10.2006
Beiträge: 149

28.07.2014 - 19:54: WAKENITZMAN | Zitieren Zitieren

Und der OSTSEEMAN? Egal, das ist noch lange hin; und irgendwie werde ich mich schon ins Ziel schleppen. Zu reizvoll war dieses unwiderstehliche Angebot, einen der nur 35 Einzelstarter-Plätze zu bekommen.

Der Start in Rothenhusen verzögerte sich um 45 Minuten, da ein vorüberziehendes Gewitter kurzfristig für Landunter gesorgt hatte. Dann ging es los. Massenstart an der Spitze des Ratzeburger Sees. Das Ganze verlief weniger spektakulär, als beim Triathlon. Kein Gehaue, kein Überdenanderenhinwegschwimmen , keine abgetretenen Schwimmbrillen, kein Fuß ins Gesicht, nichts von alledem.

Die Wakenitz wird auch "Amazonas des Nordens" genannt - wegen ihres Verlaufes durch unberührte Natur, umgeben von dichtem Baumbewuchs. Die ersten acht Kilometern waren atemberaubend! Klares Wasser, Sicht bis auf den Grund und ein Ausblick, wie in ein Aquarium; rechts und links, wie gesagt, eine Allee aus dichtem Bewuchs.

Wir schwammen mit der Strömung - zumindest theoretisch; praktisch war sie beinahe nicht vorhanden.

Auf den ersten Kilometern fühlte ich mich prächtig. Durch die Nähe zum Ufer ließ sich die Geschwindigkeit - im Gegensatz zum Freiwasser-Schwimmen auf offener See - gut einschätzen. Ich fand schnell meinen Rhythmus (2er-3er-2er-Armzug). Außerdem erfreute ich mich an meiner Errungenschaft, der GPS-Uhr, welche ich normalerweise zum Laufen nutze. Mit schöner Regelmäßigkeit zeigte sie mir die geschwommene Zeit und die zurückgelegte Wegstrecke an. Die ersten vier Kilometer legte ich in knapp 53 Minuten zurück. Also hatte der Fluss doch eine Strömung! Nach knapp zwei Stunden überschwamm ich die 10-Kilometer-Marke. Es lief richtig gut. Einige Zeit vorher fielen mir zum erstem Mal weiße Schiffahrtsmarkierungen am Ufer auf. Die darauf befindlichen Zahlen deckten sich in keiner Weise mit meinen GPS-Werten.

Nach knapp drei Stunden wurde der Fluss deutlich breiter. Einige Brücken waren zu durchschwimmen. Davon wurde bei der Wettkampfbesprechung berichtet - sieben an der Zahl. Offensichtlich hatte ich Lübeck erreicht. Wurde auch Zeit; langsam wurden die Arme müde und die Körperstabilität (sprich Wasserlage) fing an zu leiden. Dann auf der rechten Seite... wieder so ein Schild. Diesmal mit 'ne großen "9" darauf. Ich schwamm auf mein Begleitboot zu und bat um etwas Honig für die letzten Kilometer. Auf meine Frage, wie weit es denn noch sei, kam prompt: "Noch fünf Kilometer; jetzt wird es angenehmer, weil 's nicht mehr so verkrautet ist." - Ach du Sch...!!! Noch FÜNF Kilometer!? Und verkrautet war der bisher zurückgelegte Weg auch nicht. Ich schwamm ja in der Fahrrinne, an den Seerosenfeldern vorbei. Offensichtlich hat meine GPS-Uhr (die unterwegs irgendwann den Satellitenempfang verloren hat) mir ordentlich etwas vorgegaukelt.

Was dann kam, war keine reine Freude - und wohl auch kein richtig zügiges Schwimmen - mehr. Ich bekam die Arme zwar noch gut aus dem Wasser, aber unter der Wasseroberfläche versagten sie mehr und mehr den Vortrieb. Die Rumpfmuskulatur fing ebenfalls an zu streiken. Damit ging Stabilität und Wasserlage verloren. Der Rücken schmerzte, und wegen der fehlenden Uferorientierung schwamm ich gefühlt mehr und mehr im Zickzack (was sich praktisch dadurch bemerkbar machte, dass mein Begleitboot mal rechts, mal links von mir auftauchte. An denen lag es offensichtlich nicht; alles wirke ruhig und gelassen im Kanu. Jetzt hieß es also "Zähne zusammenbeißen". Aufgeben kam nicht in Frage! - Naja, knapp zwei Stunden später war ja auch dieses Martyrum vorbei.

Nach 4:53 Stunden dann der erlösende Ausruf: "Oliver, Glückwunsch, du hast es geschafft! Du bist ein WAKENITZMAN". Überwältigend!! Ich habe ja schon viel "Quatsch" gemacht; aber über diese Finisher-Medaille freue ich mich besonders, weil sie ein Andenken an ein ganz besonderes und außergewöhnliches Sport-Event widerspiegelt.

Ach ja, die Körperwärme: Überhaupt kein Problem am Ende brauchte ich nicht einmal schneller Schwimmen. Die Wassertemperatur war perfekt. - Die im Startbereich angesprochene junge Frau wurde übrigens mit einer Gesamtzeit von knapp vier Stunden vierte.

Noch ein Wort zur Ernährung: Selbstverpflegung war angesagt. Mir richten für den Tag morgens einige Kekse und ein Kaffee; während des Wettkampfes ein wenig Honig aus der Tube und ein viertel Liter Malzbier. Der Energieverbrauch beim Schwimmen ist erstaunlich niedrig. Schwitzen tut man ohne Neo nicht, und der eine oder andere Schluck Wakenitz ließ sich auch nicht immer vermeiden.

Auch interessant (im Bus auf dem Rückweg nach Rothenhusen aufgeschnappt): Der Gesamtzweite (Zielzeit knapp über drei Stunden) schwimmt wöchentlich rund 40 (!) Kilometer. Die Laufe ich zur Zeit nicht einmal wöchentlich. Unglaublich!

So, vielleicht konnte ich einige Athleticos ebenfalls mit dem WAKENITZMAN-Virus infizieren. Dann notiert euch den Anmeldetermin rechtzeitig im Kalender. Wenn die Anmeldeplattform eröffnet ist, habt ihr knapp 16 Minuten Zeit.

Liebe Grüße

Das Machen m8's!

(Editiert am: 31.07.2014 11:23 von thomas s.)
 
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Frank W.

Registriert: 30.05.2006
Beiträge: 256

02.08.2014 - 07:13: RE: WAKENITZMAN | Zitieren Zitieren

Hallo Olli,

Eine beeindruckende Leistung...und dann auch noch freiwillig auf den Neo verzichtet.

Für mich als Kurzdistanzler erscheint die Schwimmstrecke einer Langdistanz schon die Marathonschwelle zu sein - Du machst bei dieser Veranstaltung ein Vielfaches ohne Hilfsmittel.

Bedenkt man Deine umfangreichen Kilometervorbereitungen ist es schon erstaunlich, so eine Strecke überhaupt durchstehen zu können. Meinen Respekt!

Erhol Dich gut, wir sehen uns beim Ostseeman...

P.S.: Das Problem mit der Aldi-GPS-Uhr kenne ich - insbesondere im Wasser - nur zu gut. Allerdings spielt das auf meinen Distanzen keine bedeutende Rolle

 
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Karsten K.

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Registriert: 05.04.2014
Beiträge: 66

03.08.2014 - 13:09: RE: WAKENITZMAN | Zitieren Zitieren

das ist (mal wieder) total kaputt! ;)

Glückwunsch zur Meisterung dieser krassen Herausforderung!

 
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